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Wandertipps


Der Pfahlwanderweg Wandern am Gläsernen Steig
Der Glasschleiferweg Glashüttenwanderweg


Glasgrundstoff Quarz
Der Pfahlwanderweg


Routenführung:
Schloß Thierlstein - Chamer Pfahl - Riedinger Pfahl - Teufelsmauer - Brunninger Pfahl - Radlinger Pfahl - Ellersdorf - Bierwinkel - Riedwies - Altrandsberg - Moosbacher Pfahl - Prackenbach - Großer Pfahl - Viechtach - Schlatzendorf - Frankenried - Linden - Patersdorf - March - Frauenmühle - Sumpering - Thurndorf - Schloßruine Weißenstein (Länge 60 km)


Eine der schönsten Wanderstrecken Ostbayerns ist der Pandurensteig. Von einem besonders reizvollen Abschnitt dieser Stecke ist hier die Rede, nämlich vom Pfahlwanderweg. Er verdankt seinen Namen einem einmaligen geologischen Naturdenkmal: dem Pfahl. Dieser Quarzgang durchzieht die Gebirge des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes schnurgerade von Nordwesten nach Südosten und erreicht bei 150 Kilometern Länge nur eine Breite von 20 bis 300 Metern.
Im Bereich des bezeichneten Wanderweges tritt der Pfahl besonders deutlich zutage. Sein Erscheinungsbild ist dabei vielfältig; am "Großen Pfahl" wird ein Felsenkamm sichtbar, der inmitten einer sanft gerundeten Waldlandschaft bizarre weißglänzende Türme herausbildet. Neben solchen Erhebungen findet der Wanderer in Trümmer zerfallenes Pfahlgestein, das von einer genügsamen Flora wie Heidekraut und Wacholder überwachsen ist. Die Bewohner früherer Zeiten konnten nicht ahnen, daß die Pfahlzone ihrer Heimat vor etwa 240 Mio. Jahren entstand, als nämlich starke Kräfte aus dem Erdinnern das Gneis- und Granitgebirge in große Schollen zerbrachen und dabei auch jener Quarzzug aufgerissen wurde. Sie waren überzeugt davon, daß die übernatürlichen Kräfte des Dämons diese "Teufelsmauer" errichtet hätten. Der Pfahl bildet ja tatsächlich eine markante Linie im Gelände: sein Mineral, das aus den Tiefen der Erde als flüssige Kieselsäure aufstieg und dann als Quarz kristallisierte, ist härter als das umgebende Gestein; es wird deshalb von Wind und Wetter sehr viel langsamer als dieses abgetragen. Jahrhundertelang betrieben die Menschen Raubbau an dieser naturgeschichtlichen Rarität. Sie brachen den wegen seiner Eisenverunreinigungen minderwertigen Pfahlquarz als Schotter für den Straßen- und Wegebau. Die Zeiten der beliebigen Ausbeutung sind heute - zum Glück - vorüber; der größte Teil des Pfahles steht nun unter Naturschutz.
Uralte Mineralformationen in stiller Natur, dazu die beiden Schlösser Thierlstein und Weißenstein bei Regen, die von mächtigen Pfahlquarzfelsen herunterblicken, und ein 300 Jahre altes Waldlerhaus mit Informationen über die Entstehung des Pfahls erwarten den Wanderer.

Weitere Auskünfte und Sonderprospekt Pandurensteig erhalten Sie vom:
Tourismusverband Ostbayern e.V.
Luitpoldstr. 20
93047 Regensburg
Tel. 0941/58539-0
Fax 0941/58539-39
e-mail:tourismus@ostbayern.btl.de

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Der Glasschleiferweg


Routenführung:
Gehenhammer - Georgenberg - Neuenhammer - Hagenmühle - Pleystein - Lohma - Moosbach - Burgtreswitz - Böhmischbruck - Vohenstrauß - Burgtreswitz - Niederland - Tröbes - Wirtsschleif - Eslarn - Waidhaus - Frankenreuth - Gehenhammer (Länge 78 km)


Dieser Wanderweg führt durch die erholsame Landschaft des Oberpfälzer Waldes, ein sanfthügeliges Mittelgebirge mit weiten Tälern und zahllosen gefällstarken Wasseradern, so z.B. dem Zottbach, der Pfreimd, dem Goldbach und dem Tröbesbach. An deren Ufern stehen über zwanzig ehemalige Glasschleif- und Polierwerke, die ihre Produktion in das damalige bayerische Flachglaszentrum Fürth lieferten. Sie entstanden im 19. Jahrhundert, um die kostenlose Energie des Wassers zur Veredelung von Flachglas zu nutzen, das meist aus dem benachbarten Böhmen eingefürt war.
Als in unserem Jahrhundert neue Energiequellen und Techniken der Glasherstellung aufkamen, wurden diese Betriebe - da unrentabel geworden - allmählich stillgelegt. Dennoch kann sich der Wanderer noch heute ein Bild von den Verhältnissen machen, die hier herschten, als die großen Schleifmaschinen in Betrieb waren. Viele Ortsnamen der an der Route liegenden Weiler enden auf -mühle, -hammer, oder -schleif und geben somit zu erkennen, welches Gewerbe hier früher betrieben wurde. Manche Glasschleif- und Polierwerke sind im Originalzustand erhalten geblieben und können teilweise auch besichtigt werden, wie z.B. die Hagenmühle bei Pleystein. Bis zu 48 Stunden lagen dort die anfänglich unebenen Flachglasscheiben auf den Schleiftischen, wo sie durch mit Wasserkraft betriebene Schleifblöcke geglättet wurden. Durch das Schleifen undurchsichtig geworden, mußten sie anschließend noch mit dichen Filzplatten poliert werden. Der Staub des dabei verwendeten Polierpulvers färbt bis heute alles rötlich ein; Maschinen, Böden und Wände. An die 50 Arbeiter beschäftigte die Hagenmühle Anfang des Jahrhunderts, und man kann sich vorstellen, wie wichtig dieser Industriezweig für die Menschen im kargen Oberpfälzer Wald war. Ab sofort kann in der Hagenmühle auch ein feines Puppenmuseum besichtigt werden.
Übrigens: über die Technik des Glasschleifens kann man sich auch im Pleysteiner Heimatmuseum informieren, das ein Modell einer alten Glasschleif- und Poliermaschine aufgestellt hat.
Rauhes und unebenes Glas wird heute in der Region nicht mehr glatt und fein geschliffen, aber noch immer künden Glasveredelungsbetriebe für Hohlglas davon, daß Glasbearbeitung hier Tradition besitzt.
Hinter Eslarn verläßt der Wanderer das Glasschleiferland, doch die Glasgeschichte läßt ihn auch auf dem letzten Wegstück nicht los. An der reizvollen Route entlang der Grenze zu Tschechien liegt noch Frankenreuth, eine kleine Siedlung bei Waldhaus, für die 1487 eine Glashütte bezeugt ist - die erste Glashütte der Oberpfalz!
Auch als Angebot "Wandern ohne Gepäck"

Weitere Auskünfte und Sonderprospekt erhalten Sie bei:
Tourismuszentrum Oberpfälze Wald
Landkreis Neustadt/WN
Stadtplatz 34
92660 Neustadt an der Waldnaab
Tel. 09602/79105
Fax 09602/79810
e-mail: tourismus@neustadt.de
www.neustadt.de

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Der Gläserne Steig


Routenführung:
Haibühl - Frahels - Engelshütt - Lambach - Maria Hilf - Lam - Schrekenthal - Lohberghütte - Schneiderberg - Zackermühle - Oberlohberg - Altlohberghütte - Oberhaiderberg - Eben - Brennes - Grafhütte - Neuhütte - Bayer. Häus - Bayerisch Eisenstein - Arberhütte - Seebachhütte - Seebachschleife - Regenhütte (Länge 40 km)


Der "Gläserne Steig" führt den Wanderer durch eine herrliche Mittelgebirgslandschaft vom Lamer Winkel bis in das Arbergebiet um Bayerisch Eisenstein. Diese Region war einst wegen ihres unerschöpflichen Reichtums an Holz eines der führenden Zentren der Waldglasproduktion. Schon um das Jahr 1300 soll es in der Gegend von Lam - in Engelshütt - die erste Glashütte gegeben haben. Fest steht, daß von 1540 bis 1904 im Lamer Winkel 19 Glashütten gearbeitet haben. Einige dieser Hütten produzierten nur so lange Glas, bis genügend Land gerodet war, um einen Bauernhof zu gründen; andere wiederum gingen während der Kriegswirren des 17. und 18. Jahrhunderts zugrunde; manche konnten sich über längere Zeiträume behaupten, wie z.B. die Hütte in Lambach, - wenn auch mit wechselndem Geschick. Um 1900 verließen die beiden letzten Hüttenwerke die Lamer Gegeng und zogen nach Neustadt/Waldnaab. Dort war man an das Netz der Eisenbahn angeschlossen und konnte die Produkte viel schneller zum Abnehmer bringen als vom heimatlichen Standort aus. An jene 350 Jahre reger Glasmachergeschäftigkeit im Lamer Winkel erinnert heute kaum noch etwas. Der Wald hat seinen Platz zurückerobert, und Stille ist eingekehrt. Nur der aufmerksame Wanderer findet noch letzte Spuren einer längst vergangenen Zeit - da und dort eine Verebnungsfläche im Gelände, auf der man vielleicht sogar Glasscherben entdeckt, zuweilen auch grasüberwachsene Reste von Grundmauern einer Glashütte. Nur das Herrenhaus der Schrenks in Schrenkenthal und die Villa des Glasfabrikanten Willmann zeugen noch vom Glanz der Glashüttenepoche, und natürlich werden in den Museen der Region bedeutsame Stücke aus der einstmaligen Glaserzeugung und -veredelung präsentiert.
In der Gegend um Bayerisch Eisenstein setzte die Glasproduktion erst im 18. Jahrhundert ein. Hier tat sich besonders die Familie Hafenbrädl hervor, einst eine der bedeutendsten Glasmachersippen des Bayerischen Waldes. In nur zwei Jahrhunderten erwarb sie sich einen sagenhaften Reichtum, 1896 jedoch mußte der letzte Hafenbrädl die Firma stillegen und starb vollkommen verarmt. Am Endpunkt des Gläsernen Steiges steht eine auch heute noch produzierende Glashütte, die Regenhütte. In der ersten Hälfte unseres Jahruhunderts noch eine der bedeutendsten Produktionsstätten für mundgeblasenes Glas, dient sie heute nur mehr der Demonstration dieses alten Handwerks. Hier kann der Besucher ein Stück Glasvergangenheit aufleben lassen.

Weitere Auskünfte und Sonderprospekt erhalten Sie bei:
- Tourist-Information, 93462 Lam,
Tel. 09943/777, e-mail: tourismus@lam.btl.de

- Tourist-Information, 93470 Lohberg,
Tel. 09943/941313, e-mail: tourismus@lohberg.btl.de

- Tourist-Information, 93474 Arrach,
Tel. 09943/1035, e-mail: tourismus@arrach.btl.de

- Tourist-Information, 94252 Bayerisch Eisenstein,
Tel. 09925/327

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Historischer Glashütten-
Wanderweg


Routenführung:
Gaisbach (Parkplatz Skilift) - Grainet - Hobelsberg - Koblstattbrunn - Bramadlwies - Duschlberg - Gschwendet - große Schanze - Grainet (Länge: ca 22 km)


Geschichte der Glasmacherei:
Schon im späten Mittelalter (15.Jh.) begünstigten die in den weiten Waldgebirgen vorhandenen Rohstoffe (Quarzsand, Holz, Pottasche als Glasflußmittel) das Aufblühen der Glasmacherkunst in der Region. Die Waldglashütten wurden mit ihren umfangreichen Rodungen zu den Wegbereitern der Besiedlung der höheren Waldlagen. Die adligen und geistlichen Grundherrn förderten die Urbarmachung der Glasherstellung. Neben den Glasmachern fanden "Scheiterhauer" und "Aschenbrenner" Arbeit und Brot. Dabei blieben Konflikte zwischen den Glashütten um den Rohstoff Holz ebenso wenig aus wie mit den Bauern um Waldweiderechte und mit den Herren um die Beeinträchtigung ihrer Jagdprivilegien. Die 1776 von Fürstbischof Firmian von Passau erlassene Waldverordnung schränkte den Holzverbrauch drastisch ein und bedeutete das Ende der meisten bayerischen und böhmischen Waldglashütten. Erst nach 1800, als die Nachfrage nach Luxusglas gewaltig anstieg, einige Jahrzehnte planmäßiger Forstwirtschaft für die Rohstoffgrundlage gesorgt hatten und die waldverwüstende Pottaschenbrennerei durch neuartige Glasflußmittel unnötig geworden war, kam es zu einem nochmaligen Aufleben einiger Glashütten (z.B. Schwarzenthal bei Bischofsreut 1821-1859). Noch heute zeugen verfallene Gemäuer, farnüberwucherte Wege und alte Flurnamen vom Fleiß dieser dieser Frühzeit. Diesen Zeugnissen der Vergagenheit kann der Wanderer in und um den staatlich anerkannten Erholungsort Grainet in intakter Naturlandschaft nachspüren.
Die Stationen des Wanderwegs:
Der Weg führt zu sechs der ehemaligen Glashüttenstandorte. Er beginnt westlich von Grainet am Glasbach. Hier dürfte bereits vor 1449 die "Hobelsberger Hütte" gestanden haben, die Rosenkranzperlen, Trinkgeschirr und Butzenscheiben herstellte. Bei der "Hobelsberger" handelte es sich um eine sog. Wanderglashütte, die aufgrund ihres Holzbedarfs der Rodung nachzog. Bistumsadministrator Herzog Ernst erlaubte 1528 dem Glasmeister Balthasar Glaser (Beruf wird zum Namen) "am Hobleinsberg" eine zweite Glashütte in den Wald zu bauen, die sich zur größten und bekanntesten der "Wolfsteiner Glashütten" entwickelte. Sie lieferte "Scheidgläser" (Destilierkolben) bis in die oberungarischen Bergstädte. Bis 1672 war die "Hobelsberger Hütte" in Betrieb. Das Familienhotel "Hüttenhof" Paster (bayerische Schmankerlküche; Mittwoch Ruhetag) erinnert an diese große Glastradition.
Über den Marienwallfahrtsort Kohlstattbrunn, früher Standort von Kohlenmeilern, erreicht man nach ca. 9 km die "Bramandlwies". Von einem mächtigen Ahorn überschattet, sind hier noch die steinernen Überreste eines Glasofens zu sehen, Zeuge einer Glashütte des 18. Jahrhunderts.
Entlang am "Osterbachkanal" (ein Triftkanal des 18 Jhs.) führt der Weg zu den "Duschelberger Glashütten", die von 1677 bis 1758 von verschiedenen Händen betreiben wurden. 1677 erbaute Balthasar Hobelsberger hier die erste Glashütte, die heute auf dem Anwesen Wagner (Hs-Nr. 20) liegt. Michael Müller (1639-1709), zu seiner Zeit der berühmteste und wohl vermögendste Glasmacher, Erfinder des Rubin-Christal- und des Kreideglases, kaufte 1701 die "Duschelberger Hütte". Sein "absonderlich schönes" Glas fand Käufer in Spanien, Italien, Frankreich, Holland, Rußland und dem Orient. 1710 errichtete Jakob Kargus die zweite Hütte beim "Osterwiesl", die jetzt zum Anwesen Teichmann gehört. Von dort gelangt man über den Osterbach auf einem Waldweg zur "Gschwendeter Straße". Es lohnt, von hier aus einen Abstecher zur 3 km entfernten "Althütten" zu machen. Ansonsten bietet sich die Rückkehr zum Ausgangspunkt über Gschwendet, die "große Schanze" (von Fürstbischof Leopold I. 1619 zu Beginn des 30jährigen Krieges errichtet) und den alten "Graineter Kirchesteig" an.
(QUELLE: Paul Praxl)

Auskünfte:
Tourismusbüro
Obere Hauptstr. 21
94143 Grainet
Tel. 08585/960030 oder 96000
Fax 08585/960096
e-mail: tourismus@grainet.btl.de

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